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Zum
Geleit
"Eiderstedt
- du himmelweiter Unterschied..." KünstlerInnen, die
sich in dieser Landschaft dauerhaft niederlassen, müssen
zu ihrem Klima nachhaltig ja gesagt haben. Viele Gegenden mag
man - oder nicht, diese hier liebt man - oder nicht. Vielleicht
sollte man hier ästhetisch überhaupt besser von HIMMELSCHAFT
sprechen; denn wie ein Raumschiff scheint sich Eiderstedt in einen
überweiten, überhohen, sich immer wandelnden Himmel
zu schieben. Von WEITE und LEERE lassen sich gern zu eigener Gestaltung
herausfordern.
Ein einzigartiger RINGSUM-HORIZONT und die scheinbar übergangslose
himmlisch-irdische VERSCHMELZUNG suggerieren eine endlose FREIHEIT.
Ein ewiger Wind, der Spiritus rerum omnium, scheint den alles
bestimmenden großen RHYTHMUS Eiderstedts anzugeben, wo die
Menschen in ihrem selbstgeschaffenden Kulturland die TAKTE zu
bestimmen suchen. Der Wind bringt aber nicht nur die allgegenwärtigen
"Grabengebinde" des Reets zum Tanzen, sondern formt
sogar sturmgehobelte Bäume zu ostgeneigten WINDBESEN, bzw.
HEXENBESEN und dirigiert die Partituren des Brandungschors an
der Küste. Eintreibende Seenebelfelder setzen PHANTASIE und
AHNUNG frei. NIS PUK, EKKE-NEKKEPEN, SCHIMMELREITER auf Deichen
und andere SPÖKENKIEKER-Erscheinungen lassen grüßen.
Dann wieder KLAAR-KIMMING-LUFT: Staubfrei, erfrischend mark-beinig,
seeleheilend, sinneweckend und widerständig, fast immer von
vorn... Bei einem Rundumblick von einem Außendeich aus liegt
ein denkbar größter Kontrast zwischen künstlich
geschaffener MARSCH und KULTUR binnendeichs und NATUR PUR außendeichs.
Im täglichen neuen VORLAND wird jeder Neugierige fündig,
ob mit Blick vor die Füsse oder in die Ferne, wohl die einzige
wirkliche NATURLANDSCHAFT, die es weit und breit noch gibt. Insgesamt
gute Voraussetzung für KünstlerInnen - so ein KUNST-KLIMA.
Dieter Staacken
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